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Mitumba-Slum zerstört!

Im November 2011 wurde das Mitumba-Slum, welches wir als Band unterstützen, im Auftrag der Regierung von Kenia zerstört!

Utina und Michael Hübner vom Projekt "Hilfe für Afrika" des Therapeutischen Seelsorge Institutes, die die Slum-Arbeit vor Ort unterstützen, schrieben dazu folgendes:


Hallo liebe Freunde, euch einen schönen Sonntag! Es ist 9:00 Uhr. Halb elf fahren wir in den Godi. mit Chanda, dem Freund des Vize. Bin gespannt, wie er zu dem brutalen Gewaltakt der Regierung steht. Für uns Deutsche ist es einfach unfassbar! Etwa 20tausend Menschen, man spricht von 3000 Familien mit vielen vor allem kleinen Kindern stehen von einer Stunde auf die andere unvorbereitet auf der Straße! Ich habe gestern noch an den BR geschrieben, wobei man sich jetzt fast lächerlich vorkommt, es ist alles platt gewalzt. Die Bulldozer haben alle Wellblechthütten niedergemacht, die Leute konnten gerade noch ihr Hab und Gut notdürftig mitnehmen. Vor einer Woche erst hatte das oberste Gericht verboten und den Slumeinwohnern Recht gegeben, dort wohnen bleiben zu können. Die notdürftige Schule war von der Regierung inspiziert und zugelassen worden, nur Toiletten, für paar hundert Kinder nur für die Jungen und Mädchen jeweils eine, sollten noch erweitert werden. Heute Nacht hat es in Strömen geregnet! Die Leute sind buchstäblich auf der Straße. Die Begründung der Regierung, die tatsächlich stimmen mag: Der Slum angrenzend an den Wilson Airport, ist für die Flugzeuge und Slumbewohner zu gefährlich. Sie flogen zum Landen immer ganz knapp über die Hütten mit einem Wahnsinnskrach. Dennoch: Neben dem Slum stehen schöne Häuser,-die hat man stehen gelassen und mit Recht fragen sich alle: Warum die denn?? Alle sind überzeugt, dass übermorgen angefangen wird, am gleichen Platz schöne Häuser zu bauen. ..Für die Reichen! Das ist Kenia, - Kapitalismus pur! Es ist gut, dass alle Fernsehsender ständig Bericht erstattet haben, die hilflose Wut war allen abzuspüren, aber Afrikaner vergessen so schnell, - die Armen müssen jetzt sehen, was sie machen. Erstmal schlafen sie irgendwo auf der Straße... Wir sind heut nacht immer wieder aufgewacht und mußten an sie denken und für sie beten, besonders die Kinder, die Christen...

Versuchen Fotos zu machen und sie euch hier zu zeigen!
Herzliche Grüße aus Kenia!
Utina und Michael Hübner
http://www.afrika.ts-institut.de

(Anm.: Die Fotos sind hier zu sehen)